Heute möchte ich mal zwei absolute Perlen des Kinos küren, die mir heute bei einem Gastvortrag unseres Instituts für Theater- und Medienwissenschaften der Uni Erlangen begegnet sind (“StimmKörper – Zur Synchronisation in Deutschland” von Gereon Blaseio).

Der erste Film bekommt den Preis für den besten Filmtitel: “Sartana – Noch warm und schon Sand drauf“. Der Titel ist so unsinnig und tiefgründig zugleich, dass man nicht weiß, ob man weinen oder lachen, sich vor Grauen schütteln oder vor dem Genie verbeugen soll, das diesem Titel innewohnt.

Ein Italo-Western übrigens, so zur Kontextualisierung des “noch warm”, und vor allem des “schon Sand drauf”.

Der zweite Film hat sich die Ehre der durchgeknalltesten und sinnlosesten Synchronisation aller Zeiten verdient. Wobei er auch bei der Kategorie “Kreativster Filmtitel” ein Top-Oscar-Anwärter wäre: “Schlitzohr und Schlitzauge – Der Dampfhammer von Send-Ling“.

Man beachte das hochgeistige Wortspiel mit Sendling, aber das versteht man erst wenn.. ach, seht selbst, das ist unbeschreiblich:

Tusch und Applaus!

Endlich, meine 25-seitige Hauptseminararbeit zum Seminar Digitalisierung des Films ist fertig. Titel: Die Game-Engine als Bildermaschine: Machinimas und die Digitalisierung des Filmemachens.

Und 30 Seiten (mit Bibliographie und anderem Schnickschnack) sind doch ein ganz schöner Packen Papier, wie ich festgestellt habe.

Hier noch der Beweis, bevor ich todmüde in mein Bett fallen werden:

Tadaaa!

Heute mal wieder ein Update zum Kreuzbanddrama (lustiges Wort – wieviele Wörter gibt es mit zwei D’s direkt hintereinander?). Gerade mal nach zwei Wochen bin ich nach circa vier Tagen Vollfrust in der Phase angekommen, wo sich Frust langsam in Wut verwandelt. Weil man mit Krücken nicht mal eine verdammte Tasse Tee oder ein Glas Wasser tragen kann. Weil mir die Hände sauwehtun vom damit rumlaufen. Und vor allem, weil alles so verdammt lange dauert. Ein Gang zum Arzt mit duschen davor kostet mich den halben Tag. Und dann habe ich noch nichtmal gefrühstückt, Muskeln stimuliert, Narben massiert, Knie gekühlt, neues Eis gemacht, krankengymnastische Übungen gemacht, einen Salbenverband angelegt oder irgendwas fürs Knie getan. Kochen und abspülen kostet nicht minder Zeit. Vom putzen, aufräumen, Wäsche waschen oder ähnliches ganz zu schweigen. Argh.

Dann ist der Tag rum, ohne dass ich irgendwas wirklich geschafft hätte. An der Hausarbeit für die Uni geschrieben zum Beispiel. Kein Ahnung wie das funktionieren soll, wenn ich auch noch zwei Wochen auf Reha geschickt werde. Und wie ich überhaupt zur Uni kommen soll wenn die Ferien um sind. Vorwärts mit dem Knie gehts auch nicht, es ist wieder mehr angeschwollen, die Nächte werden wieder schlaflos vor Schmerzen, und die Beugung wird auch nicht mehr.

Zumindest werde ich langsam besser beim Thrombose-Spritzen in den Bauch jagen. Gestern musste ich die Spritze runterdrücken wie ein Ochse um sie mal leerzumachen, wer weiß wo ich das Zeug reingespritzt habe. Heute gings rein wie Butter, und ich komme mir langsam vor wie ein Junkie mit den ganzen leeren Spritzen die hier rumlagen, weil, ach ja, aufräumen ist ja nicht so einfach. Grrr.

Ich hoffe nur darauf, dass die Phase des sich in Zorn verwandelnden Frusts bald in Lethargie weiterentwickelt. Dann spar ich zumindest die Zeit der Verzweiflungsanfälle und kann dann ja vielleicht wenigstens die eine der zwei Hausarbeiten fertigschreiben…

Regen und gleichzeitig Sonne – das ist irgendwie (neben unfassbar großen Schneeflocken) das schönste Wetter für mich. Ich liebe das. Es ist gerade wunderschön draußen! Und ich bin glücklich! Seit GIGA war mein soziales Leben total eingeschlafen. Jetzt ist es wiedergeboren, juhuu! Ich pendele zwischen Arbeiten, Arbeiten für die Uni, Familie,Sport und unzähligen sozialen Aktivitäten und Freunden.

Ich hoffe nur es schläft nicht wieder ein in den Semesterferien. Außerdem dürfen wir kein Hockey in den Ferien spielen, weil wir keinen Raum kriegen : ( Buhu… Nu aber schnell weiter, wir haben doch keine Zeit…

Argh jetzt wollte ich ein schnelles Foto mit meiner Webcam machen – mit meiner NEUEN Webcam – jetzt ist die auch kaputt, ich glaube ich raste aus.

Life’s a rollercoaster…

Das Wetter ist ja nach wie vor traumhaft, aber irgendwie hat mir die Sonne heute mein Gehirn getrocknet. Zumindest herrscht im Moment eine große, kuschelige, warme Leere in meinem Kopf. Deshalb gebe ich jetzt einfach wieder, was mich in meiner Lieblingsvorlesung zur Literatur des 18. Jahrhunderts heute in höchstem Maße amüsiert hat. Es ging um die Etymologie von “Satire”, und in einem kurzen Exkurs zum Gestalt der “Satyrn” wurden letztere folgendermaßen beschrieben:

“(…)die kleinen Männchen die sich hinter Büschen verstecken und die Elfen umhumpeln.”

Genial oder? Und dafür braucht Wikipedia ganze 1696 Wörter auf vier Seiten, dabei geht es doch viel kürzer. Allein in dem Ausdruck “Elfen umhumpeln” ist doch schon fast alles gesagt, was man über einen Satyr wissen muss. Ich liebe diesen Professor.