Woops! So suddenly, another blog came into being, as I was supposed to set up a blog as a journal for one of my courses at uni. The course is called Imaging Culture, and the blog is one of the assesments for the course – so over the next months, you can see there some of my experimental attempts to make images, take pictures, both still and moving, maybe stop motion, and maybe even hear some sounds. Tomorrow I’ll put some of my pictures from today on the blog, so here’s a selection as a kind of foretaste:
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I never could imagine that a university library could actually be a very lovely place to hang out. Usually in Germany, it means several tables and uncomfortable chairs, some computers, that’s pretty much everything you can expect. At my Uni in Australia, Griffith Uni, Gold Coast Campus, it means having a laptop lounge, a dvd lounge, a journal lounge where you can read the provided newspapers, while sitting on very very very snuggly bean bags – and you can even play Wii there. There are huge plastic bubbles with futuristic chairs and sofas for working with other students, called group pods. You can easily connect your laptop to the Uni network, and also to the Uni printers, and some of the computer labs are open 24/7. There are huge theme parties every two or three weeks on Friday nights, and there even is a Uni Bar (where you can play Pool, participate in Wii-Tournaments, watch movies, drink cheap beer and have cheap food). That actually is a little bit weird, that you can’t buy beer at the supermarket, but you can buy a pitcher of beer at the Uni for 8,60$ (and drink it at the Uni). Ok, I have to admit, I won’t miss paying 9000$ per semester (what probably is the reason why we don’t have all these nice lounges and things at German Unis, for 500€ per semester), but still, it is really nice to be at a Uni that provides you with everything you need, and even more than that. Actually, more than you could ever imagine. Two weeks ago I arrived in Australia. It took me some days to get accustomed with everything, the public transport system, food, weather, flora & fauna, the Uni, the enrolment (still really didn’t get that part, sooo complicated), the goon, bottle shops, different bed sizes (single, double, queen, king!), K-mart and Coles. After another week, I found a new home, it is awesome, as are the people living with me. Tomorrow, I get my new bed (IKEA really is the same everywhere), and it’s the first day of the International Orientation Week at the Uni. I went surfing and I would like to buy a second-hand surfboard, I would like to join the student guild, the gym and maybe one or two clubs at the Uni (there’s a bushwalking club that does all kinds of outdoor sports, so that seems to be just right for me!). The beach and the sea here are more beautiful than they could possibly be at any other place. The sun has been shining for three days non-stop, 33 degrees, probably around 70-80% humidity. Tons of mozzies (moskitos). I’m dying my hair right now, bright red again, see if that makes any sense with the heat, the sun and the sea. Internet is still soo expensive, because if you’re not working, you can’t sign a contract for (relatively) cheap internet, so you have to take the way more expensive prepaid one. That’s pretty much a very short summary of my physical and emotional life in the first 14 days. I’ll try to make some pictures next week, and hopefully find a place where I can upload them without using all my prepaid internet. Please, someone invent flatrates on internet traffic in Australia. No worries, mates! Wie ihr bestimmt wisst, ist das Audimax unserer Uni in Erlangen seit über einer Woche von Studenten im Zuge des allgemeinen Protests besetzt. Und ich muss mal ganz abseits der Forderungen bezüglich Bologna, Studiengebühren & Co. etwas loswerden: Ich werde das besetzte Audimax als kommunikativen Ort vermissen, sobald die Proteste vorüber sind (wann immer das auch sein mag). Der ist nämlich wie ein großer Aufenthaltsraum in der Kollegstufe, den es sonst an der Uni ja so nicht gibt. Jeder kommt hin, wenn er Zeit hat, es gibt Kaffee (der mir gerade den Tag gerettet hat), man bekommt was zu essen, kann sich auch selbst was machen und seinen Becher abspülen, es ist ein transdisziplinäres Forum für studentische Initiativen und Gruppen aller Art, und gleichzeitig ist es noch ein kultureller Ort für Vorträge, Bands, gemeinsame Unterhaltungsaktivitäten. Es ist immer offen, der Ort ist immer für einen da. Vielleicht funktioniert der Protest hier deshalb so gut, da die Uni endlich einen Raum für ihre Studenten (unfreiwillig) bietet, der über Bibliothek, Vorlesungsräume und Mensa hinausgeht. Ein Ort für alle, und für alles. Jeder ist immer willkommen. Ein Ort, der Gemeinschaft schafft. Ist es nicht bezeichnend, dass Studenten als Teil der Protestaktion angefangen haben (mehrere haben es auch geschafft), das Audimax (Bismarckstraße 1) als ihren Zweitwohnsitz anzumelden? Ich werde das Audimax vermissen. Und das neue Gemeinschaftsgefühl unter den Studenten, das sich nach der Besetzung wieder in viele, kleine und – vor allem – voneinander getrennte Räume zurückziehen wird. Anscheinend war in den letzten Jahrzehnten – mit oder ohne Studiengebühren – nie Geld da, um den Ordner mit dem Inhaltsverzeichnis der Amerikanistik-Teilbibliothek mal neu auszudrucken: Und dann noch dieses Fragezeichen hinter “Afro-Amerikaner?”, als sei sich die Person, die die ersten beiden Begrifflichkeiten notdürftig durchgestrichen hat, bei der letzten Bezeichnung auch nicht ganz sicher gewesen. Oder benutzt so ein analoges Verzeichnis der Bibliothek auch einfach seit 30 Jahren keiner mehr, außer mir vielleicht? Kennt Ihr das “Bundesweite Campus Magazin” UNICUM, dass so heißt wie der ungarische Magenbitter? Das immer zahlreich an deutschen Unis ausliegt, und das man immer liest, wenn man noch fünf Minuten Zeit hat bis der Bus kommt? Kennt Ihr darin die Seite mit den von Studenten geschriebenen Gedichten, die manchmal ganz lustig, und oft ziemlich grauenvoll sind? Und könnt Ihr Euch außerdem (langsam solltet Ihr den Braten riechen) an mein Gedicht erinnern, das ich vor einiger Zeit hier vorgestellt habe? Folgendes habe ich heute gesehen, als ich gerade auf den Bus warten musste: Das macht dann also fünf Minuten Ruhm für mich. Und ich darf von nun an mit einem kleinen bisschen Stolz und einer großen Portion Sarkasmus getrost behaupten, dass 50% aller meiner bisher geschriebenen poetischen Sekretionen veröffentlicht wurden. Also eins von insgesamt zwei Gedichten. Aber auch nur solange, bis ich ein drittes schreibe. Darf ich mich jetzt One Hit Wonder nennen? Das ist so grandios, das kann ich Euch keine Sekunde länger vorenthalten. Seit etwa vier Wochen gibts es für den Nintendo DS die 100 Classic Book Collection – absolut grandios! Auf einer einzigen Spielecartridge sind alle möglichen Klassiker der englischen Literatur versammelt. Keine Bücher ausleihen, keine schweren Schmöker schleppen, in denen der Primärtext 70 von 800 Seiten einnimmt. Das ist ja wie… ja, wie… iPod fällt zufällig in eine Anglistik-Bibliothek (die Texte sind zum Glück auch alle in Englisch). Und man kann sie überall mithinnehmen! Im Zug Sherlock Holmes lesen, um sich zwischendurch ein wenig Shakesspeare zu gönnen, und das ganze mit einer Runde Jules Verne abzuschließen. Toll! Ein bisschen Zukunftsluft schnuppern; ein kleiner Vorgeschmack auf ein Zeitalter, in dem sich Laptop, eBook, iPod und Handy auf einem Gerät vereinen, die ganze Welt ein einziges WLAN-Netzwerk ist und Bücher gleich digital auf Google Books erscheinen. Apropos WLAN: Das tolle an der 100 Classic Book-Collection ist auch, dass sich über die WiFi-Connection noch mehr Bücher runterladen lassen, hat man die 100 mal gelesen. Ich glaube ich muss mir das sofort, umgehend, jetzt gleich bestellen. Auch wenn mein alter Nintendo DS der ersten Generation so ein mies beleuchtetes Display hat, dass man ihn bei Tageslicht nicht benutzen kann, aber das ist eine andere Geschichte. Und im Zug ist es sowieso meist ein wenig schummrig. Wer sich dafür interessiert, das sind die 100 Klassiker: Zeigs mir! Eine Nebenbemerkung am Rande: Es ist hochinteressant zu sehen, wie im Moment (‘Hoch’-)Kultur und (Hochschul-)Bildung in alle Bereiche der Populärkultur wandern – da finden sich plötzlich literarische Werke auf einer Handheld-Spielekonsole, Hochschulvoträge auf dem mp3-Player dank dem Projekt iTunes U, und Uni im Kino macht den Lichtspielraum zum Hörsaal. Eine Demokratisierung und Mobilisierung von Bildung sozusagen. Toll! Heute möchte ich mal zwei absolute Perlen des Kinos küren, die mir heute bei einem Gastvortrag unseres Instituts für Theater- und Medienwissenschaften der Uni Erlangen begegnet sind (“StimmKörper – Zur Synchronisation in Deutschland” von Gereon Blaseio). Der erste Film bekommt den Preis für den besten Filmtitel: “Sartana – Noch warm und schon Sand drauf“. Der Titel ist so unsinnig und tiefgründig zugleich, dass man nicht weiß, ob man weinen oder lachen, sich vor Grauen schütteln oder vor dem Genie verbeugen soll, das diesem Titel innewohnt. Ein Italo-Western übrigens, so zur Kontextualisierung des “noch warm”, und vor allem des “schon Sand drauf”. Der zweite Film hat sich die Ehre der durchgeknalltesten und sinnlosesten Synchronisation aller Zeiten verdient. Wobei er auch bei der Kategorie “Kreativster Filmtitel” ein Top-Oscar-Anwärter wäre: “Schlitzohr und Schlitzauge – Der Dampfhammer von Send-Ling“. Man beachte das hochgeistige Wortspiel mit Sendling, aber das versteht man erst wenn.. ach, seht selbst, das ist unbeschreiblich: Tusch und Applaus! Endlich, meine 25-seitige Hauptseminararbeit zum Seminar Digitalisierung des Films ist fertig. Titel: Die Game-Engine als Bildermaschine: Machinimas und die Digitalisierung des Filmemachens. Und 30 Seiten (mit Bibliographie und anderem Schnickschnack) sind doch ein ganz schöner Packen Papier, wie ich festgestellt habe. Hier noch der Beweis, bevor ich todmüde in mein Bett fallen werden:
Tadaaa! Heute mal wieder ein Update zum Kreuzbanddrama (lustiges Wort – wieviele Wörter gibt es mit zwei D’s direkt hintereinander?). Gerade mal nach zwei Wochen bin ich nach circa vier Tagen Vollfrust in der Phase angekommen, wo sich Frust langsam in Wut verwandelt. Weil man mit Krücken nicht mal eine verdammte Tasse Tee oder ein Glas Wasser tragen kann. Weil mir die Hände sauwehtun vom damit rumlaufen. Und vor allem, weil alles so verdammt lange dauert. Ein Gang zum Arzt mit duschen davor kostet mich den halben Tag. Und dann habe ich noch nichtmal gefrühstückt, Muskeln stimuliert, Narben massiert, Knie gekühlt, neues Eis gemacht, krankengymnastische Übungen gemacht, einen Salbenverband angelegt oder irgendwas fürs Knie getan. Kochen und abspülen kostet nicht minder Zeit. Vom putzen, aufräumen, Wäsche waschen oder ähnliches ganz zu schweigen. Argh. Dann ist der Tag rum, ohne dass ich irgendwas wirklich geschafft hätte. An der Hausarbeit für die Uni geschrieben zum Beispiel. Kein Ahnung wie das funktionieren soll, wenn ich auch noch zwei Wochen auf Reha geschickt werde. Und wie ich überhaupt zur Uni kommen soll wenn die Ferien um sind. Vorwärts mit dem Knie gehts auch nicht, es ist wieder mehr angeschwollen, die Nächte werden wieder schlaflos vor Schmerzen, und die Beugung wird auch nicht mehr. Zumindest werde ich langsam besser beim Thrombose-Spritzen in den Bauch jagen. Gestern musste ich die Spritze runterdrücken wie ein Ochse um sie mal leerzumachen, wer weiß wo ich das Zeug reingespritzt habe. Heute gings rein wie Butter, und ich komme mir langsam vor wie ein Junkie mit den ganzen leeren Spritzen die hier rumlagen, weil, ach ja, aufräumen ist ja nicht so einfach. Grrr. Ich hoffe nur darauf, dass die Phase des sich in Zorn verwandelnden Frusts bald in Lethargie weiterentwickelt. Dann spar ich zumindest die Zeit der Verzweiflungsanfälle und kann dann ja vielleicht wenigstens die eine der zwei Hausarbeiten fertigschreiben… |













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