Schon vor etwa zwei Jahren stieß ich durch meine lieben Freunde aus meiner (Wahl-)Heimat Mariazell auf eine junge, österreichische Musikerin namens Eva Jantschitsch aka Gustav. Ihr Song “Rettet die Wale” aus dem gleichnamigen Album hat mich auf der Autofahrt von Wien nach Mariazell so verzaubert, dass ich seither unhaltbar dem Charme ihrer Musik verfallen bin, und die Platte mit dem exzentrischen Cover in die Liste meiner Lieblingsstücke aufgenommen habe:
Da ich mit dieser neuen Vorliebe aber zumindest in Deutschland allein auf weiter Flur war, war ich umso überraschter, als ich am Samstag den Feuilleton der Süddeutschen Zeitung aufschlug. Da prangte mir doch tatsächlich eine halbe Seite (und wer die Süddeutsche schonmal versucht hat auf einem kleinen IKEA-Tisch zu lesen, weiß wie groß so eine halbe Seite sein kann) über Gustav entgegen, anlässlich ihres neuen Albums “Verlass die Stadt”. Unglaublich! Ich zitiere einen klitzekleinen Absatz aus dem Artikel, der eigentlich schon alles besagt:
“Überhaupt die Stimme: Über den tausend Samples spricht sie zu uns. Und wenn sie bloß spricht, meint man schon, sie würde singen. Und wenn sie dann singt, dann meint man schon gar nichts mehr, dann gehört man Gustav schon mit Haut und Haar.”
(Karl Bruckmaier, Süddeutsche Zeitung vom 17./18.5.2008, Seite 19)
Das neue Album habe ich bisher zwar bestellt, aber noch nicht gehört, von dem her kann ich da noch keinen Erfahrungsbericht abliefern. Eins meiner bisherigen Lieblingsstücke vom Album “Rettet die Wale” – neben dem gleichnamigen Titelsong versteht sich – gibt es aber auf der offiziellen Webseite von Gustav zu hören: “Genua”.
Wer neues, mutiges, aufregendes und doch wunderschönes Material für die Ohren nicht scheut, sollte auf jeden Fall mal reinhören.


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