Die Sendung mit der Maus ist definitiv einer meiner Favoriten in der deutschen Fernsehlandschaft. Vom Spin-Off Die Sendung mit dem Elefanten habe ich bisher zwar gewusst, gesehen habe ich sie aber noch nicht. Allerdings glaube ich nun fast, das muss sich ändern, denn bei diesem Clip (auch auf der Webseite zur Sendung mit dem Elefanten zu sehen) musste ich soo lachen:
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Meine frühere Arbeitsstelle und heimlicher Lieblingssender feiert Jubiläum! Ganze zehn Jahre hat GIGA jetzt bald auf dem Buckel, seitdem am 30. November 1998 der Fernsehzuschauer erstmals zum User wurde. Und damit die deutsche Fernsehlandschaft nicht mehr dieselbe war wie vor diesem historischem Datum. Ich zitiere aus der Original-Pressemitteilung von NBC zum Start von GIGA:
Unglaublich, zehn Jahre sind nun überstanden, mit vielen Höhen und Tiefen. Was damals noch als die Revolution und Erfindung des digitalen, interaktiven Fernsehens gepriesen wurde, ist heute nichts mehr besonderes; kein Konzept also, das noch uniqueness bietet – jeder Popelsender betreibt inzwischen eine mehr oder weniger interaktive Webseite, und Interaktivität ist sowieso schon lange nur noch eine leere Phrase. Aber mein Cheffe bei GIGA sagte schließlich, nach zehn Jahren in der Fernsehlandschaft hat man sich ein gewisses Existenzrecht erarbeitet. Von dem her wollen wir hoffen, dass GIGA auch für seine zweite Dekade eine Überlebensstrategie findet. Am Sonntag gehts also auf nach Kölle, auf die Schäl Sick, die schäbigere schlankere Rheinseite. Und ich werde einen ultraschokoladigen Schokoladenkuchen backen. Mit einem großen G drauf. Selten hat eine Fernsehserie so wenig die anale Phase überwunden wie Fur TV (MTV). In konzentrierten 22 Minuten gibt es darin so viele Fäkalien wie in anderen frei empfangbaren Fernsehsendern während eines ganzen Jahres. Und trotzdem gefällt mir die Show mit ihrer konsequent respektlosen Umsetzung von Sex und Scheiße. Anarchistische Muppets in postmodern sozusagen. Und Lapeno ist ja auch einfach zum knuddeln… Hier eine kurze Vorstellung des ‘Puppenheims’: Meine bisherige Lieblingsfolge wäre übrigens “Arse of Darkness“, eine Parodie auf Apocalypse Now mit richtig viel Scheiße. “Holy Fuck! We’re about to enter a world of eternal shit!” Gestern Abend war ja der heißersehnte Showdown von Marcel Reich-Ranicki gegen Thomas Gottschalk, oder auch Ranicki vs das deutsche Fernsehen. Die Fronten blieben recht verhärtet, Ranicki redete von Mühe geben und Mut haben und Gottschalk von der Quote wie Gabi die Pfote, und irgendwie schienen sie eigentlich einen gemeinsamen Nenner zu haben und redeten doch aneinander vorbei. Mein Senf zur Quote ist aber folgender: Was gar keiner erwähnt, ist ja, dass zu bestimmten Zeiten im deutschen Fernsehen wriklich ausschließlich Schund läuft (nicht im Fernsehen generell). Wenn ich nun aber genau in dieser Zeit, sagen wir Nachmittags zwischen eins und drei, einfach fernsehgucken will, weil ich halt gerade das Bügeleisen auspacke oder einer ähnlichen Beschäftigung nachgehe, die nach einer Fernsehberieselung geradezu schreit, dann habe ich die Auswahl zwischen Pest und Cholera (zumindest als Normalmensch, der noch keine dreihundert digitale Fernsehkanäle hat sondern ganz normales analoges Kabel). Um die Uhrzeit laufen dann zwei bis drei Kochshows, ebensoviele Zoolenovelas, etwa fünf Talk- und Gerichtsshows, vier Reality-TV-Shows und zwei schlechte Zeichentrickfilme. Ohne Witz, Pokemon ist da schon ein Highlight um die Uhrzeit. Ich habe die letzten Wochen bestimmt fünf Pokemon-Folgen gesehen, einfach, weil wirklich NICHTS im Fernsehen kam, was sonst irgendwie ertragbar gewesen wäre. Und nun zurück zur Quote: Ich glaube, dass stellenweise (!) der Schund, der nach Gottschalk in die Kategorie Niedere-Unterhaltung-aber-bringt-Quote-die-Leute-wollen-das-so fallen würde, einfach nur deshalb Quote bringt, weil nunmal ausschließlich solcher Schund läuft. Um manche Uhrzeiten hat man de facto einfach keine Wahl zwischen Intellektuelles-Bildungsprogramm-für-die-Elite-mit-schlechter-Quote und niederer Unterhaltung. Wenn man genau dann aber gerade den Fernseher anmacht, schau ich eben auch mal Pokemon oder die dreihunderste Kochsendung. Nicht weil ich das sehen will, sondern weils nichts anderes gibt. Klar hat Gottschalk aufs prestigeträchtige Abendprogramm bezogen im Prinzip natürlich recht mit dem Quotendruck und dem Unterhaltungszwang, sowie auch mit seinem Plädoyer für die freie Wahl jedes einzelnen, was er so gucken möchte. Aber eben auch nur zum Teil – manchmal hat man eben nicht die Wahl sich was anzugucken, was über das Niveau einer Pokemon-Sendung hinausgeht. Dass man mit Shakespeare die Jugend von heute nicht mehr beeindrucken kann, widerlegt außerdem die Verfilmung von Romeo & Juliet mit Leonardo di Caprio. Das vernachlässigte Nachmittagsprogramm betreffend gebe ich Renicki jedenfalls vollkommen recht, dass hier schlicht und ergreifend keiner den Mut hat und sich die Mühe macht, auch mal was kreatives jenseits der Reality-TV-Shows auszustrahlen. Das muss auch nicht hochgeistig sein, das kann auch einfach nur mal was sein, was neu und nicht ganz so blöde ist und damit auch besser unterhält – und darauf kommts ja an, das war so der eine gemeinsame Nenner von Ranicki und Gottschalk. Und wenn das im Nachmittagsprogramm funktioniert, kann man das ja zum Teil auch mal auf das Abendprogramm übertragen. Vieleicht muss man, wenn man übers Fernsehen spricht und Fernsehen macht, erstmal weggehen davon, nur in engen Kategorien zu denken. Dass es nur den billigen aber unterhaltenden Schund und die hochgeistige Kissinger-Reportage gibt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch anders geht, dass man genausogut oder sogar noch besser unterhalten und Quote machen kann mit witziger, intelligenter, kreativer Unterhaltung. Dann klappts auch mit dem Fernsehpreis. Ein ganz großer Moment der deutschen Fernsehgeschichte. Thomas Gottschalk lässt sich in der Wetten Dass-Sendung in Nürnberg gestern Abend nach einer verlorenen Saalwette (Wetten dass es keine 10 Nürnberger gibt die mit Nürnberger Rostbratwürsten stricken können) in einem Riesentopf Senf versenfen, pardon, versenken. Und man mag von Gottschalk oder Wetten dass halten, was man mag, kaum hat sich bisher ein Moderator schöner zum Affen gemacht. Designer-Klamotten-Fetischist Gottschalk sah von oben bis unten in Senf getunkt aus wie ein riesiger, gelber Teletubby. Bemerkenswert fand ich vor allem, dass er a) sein Sakko und seine Designerschuhe brav neben dem Senftopf ausgezogen hat, nachdem er reingetunkt wurde die ganze Soße aber ohnehin aus dem Topf über die beiseite gelegten Klamotten schwappte b) dass er nachdem er schon bis zum Hals im Senf steckte, auch noch mit dem Gesicht voran reingetunkt ist (anstatt es umgekehrt zu machen und einfach mit dem Hinterkopf voran einzutauchen um das Gesicht freizulassen), was ihm ein leicht debiles Aussehen bescherte, da die Haare unten noch unberührt vom Senf waren und ganz komisch abstanden sowie ihm der Senf sichtbar aus den beachtlichen Nasenlöchern hervorquoll und c) dass er mit seinem Sakko anscheinend auch seinen Knopf im Ohr von der Regie abgelegt hatte. So baumelte er erst mal wort- und ratlos wie ein Wiener Würstchen am Kindergeburtstag von seiner Leine, bevor ihm mal irgendwer zurief, er müsse sich ja noch verabschieden. Ich fand diesen Moment einfach grandios. Heute einmal wieder ein Ausflug ins Land der Serien: Ausnahmsweise ist das allerdings mal nicht Amerika, sondern Großbritannien, denn dieses Mal spreche ich von Doctor Who. Nach einem Tipp von meiner Seelenschwester musste ich mir die neue Serie (ok, 2005 ist jetzt nicht neu, aber eine alte Frau ist kein D-Zug, nech) dann doch mal ansehen, und ja, es gefällt mir. Ich muss sagen, es hat nach wie vor diesen gewissen Low-Budget-Retro-Charme, die Titelmusik und manchmal auch die Requisiten/Kostüme/Studiobauten erinnern mich irgendwie an den Hitchhikers Guide to the Galaxy (nicht sehr verwunderlich, angeblich hat Douglas Adams auch einige Drehbücher für die Serie früher geschrieben). Vor allem das Schiff des Doktors sieht aus wie aus einem alten Science-Fiction-Schinken. Sogar die digitalen Effekte haben irgendwie was nostalgisches, als wäre die jetzige Serie nicht von 2005, sondern von irgendwann Mitte der 90er – was aber nichts schlechtes heißen muss und ja auch irgendwie zu der Serie dazugehört. Ursprünglich lief Doctor Who übrigens von 1963 bis 1989, bis die Serie (nach einem Film-Intermezzo 1996) 2005 wiederbelebt wurde. Hier kann man außerdem so ziemlich die eleganteste Variante beobachten, wie man den Wechsel eines Hauptdarstellers narrativ begründet, denn der Doctor ist ein Time Lord: Und Time Lords sterben nicht einfach, sondern regenerieren sich wenn sie nahe dem Tod sind. Und gebären sich praktisch selber wieder, sprich, ein neuer Hauptdarsteller ist da! Zehn Stück inzwischen, und normalerweise gehen nur zwölf Reinkarnationen, ist man ein Time Lord. Aber auch für mehr Wiedergeburten wird man sicher eine ebenfalls sinnige Begründung finden. Mit Doctor Who habe ich jetzt jedenfalls erst einmal temporär wieder genug zu gucken. Mal sehen was ich als nächstes für mich entdecke…
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07
2008
Juhu! Earl, Randy und Crab Man in Deutschland angekommenPosted by: crazykaro in MedienrummelEndlich: Die amerikanische Fernsehserie “My Name is Earl” aus dem Hause NBC läuft heute in Deutschland auf RTL an! Um 23.30 Uhr geht es los, und jeder der amerikanische Serien und Anti-Helden liebt, sollte reinschauen. So einen perfekt besetzten Cast hat man selten gesehen, mit so liebevoller Ausstattung und vor allem, so liebenswerten Charakteren. Zusammen mit Monk, Futurama, Friends und Dr. House einer meiner absoluten Serienfavoriten. Ich weiß zwar noch nicht, wieviel Charme die Serie durch eine deutsche Synchronisation verliert, aber ein Versuch ist es wert, zumindest wenn man noch nicht von den Originalstimmen verwöhnt ist. Ich liebe übrigens Randy’s Logik:
Unglaublich was sich so alles im Fernsehen tummelt. Etwas ganz besonderes will ich euch nicht weiter vorenthalten. Geneigte Leser der Zeitschrift GEE haben vielleicht schon die etwas morbide Werbeanzeige für eine Serie auf dem NBC-Spartensender Sci-Fi bemerkt:
Spätestens seit Six Feet Under und dem zugehörigen Motto “Gestorben wird immer” scheint sich das Tabuthema ja längst zu einer höchst ambivalenten Modeerscheinung gemausert zu haben, und der Totenkopf hat sowieso seit Pirates of the Caribbean wieder Hochkonjunktur. Die neue Serie auf Sci-Fi nennt sich nun So gut wie tot – Dead like me, und das für sich allein wäre ja noch gar nicht so außergewöhnlich – allerdings hat mich allein der erste Satz der Beschreibung der Serie auf der Webseite von Sci-Fi schier umgehauen:
Hmm. Also ich bin jetzt ja nicht gerade ein fantasieloser Mensch. Aber DARAUF wäre ich glaube ich wirklich nicht gekommen. Von einem nicht verglühten Toilettensitz der MIR?? Waren die Drehbuchschreiber unter Drogen oder die NBC-Leute, die die Serie gekauft haben? Oder eher beide Fraktionen? Unglaublich. Ganz schön auch noch folgender Satz:
Da fällt mir wirklich kein Kommentar mehr ein. Und irgendwie… hmmm… bin ich jetzt neugierig auf die Serie geworden… |




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