Archive for Die Line

HER. Ein Mann verliebt sich in sein Betriebssystem. Wait… what?!

Tadaa, mal wieder eine Filmkritik hier im Blog! Und los gehts.

Aber, Achtung:

Spoilers!

 

Beginnen wir mal mit dem Offensichtlichen. “HER. A Spike Jonze love story” ist da auf dem knallig pinken Filmplakat zu lesen. “With Scarlett Johannson”. Hm, naja, bisher mäßig interessant. Dazu ein Foto von Joaquin Phoenix mit Pornobalken-Schnauzer, was dem Plakat immerhin etwas Schräg-Schrulliges verleiht. Spätestens nach den ersten paar Sätzen einer beliebigen Kurzzusammenfassung des Films aber wird jedem klar, dass es sich doch nicht um eine schnöde Love-Story handelt, sondern um etwas ganz Besonderes: “Ein Mann verliebt sich in sein Betriebssystem…” Moment, was? Sein Betriebssystem? Das ist dann so der Moment, an dem man ahnt, entweder das ist total peinlicher Trash, oder es ist urgenial, vielleicht auch beides gleichzeitig, keinesfalls irgendetwas dazwischen.

Es geht also um den exzentrisch-einsamen Theodore Twombly, dessen Ehe frisch gescheitert ist, und der für Geld höchst berührende Liebes-/Dankes-/Gratulationsbriefe für andere (in deren Namen) verfasst. Und wären die Computer in HER nicht etwas schneller als heute, die Sprachsteuerung und -ausgabe der Smartphones nicht um Welten besser, und die Videospiele nicht etwas futuristischer, man würde aufgrund der Schnauzbartdichte und den bis über den Bauchnabel hochgezogenen Hosen bei den männlichen Darstellern wohl eher an die 80er-Jahre als an eine nicht allzuferne Zukunft denken. Was im Endeffekt das Geschehen gefühlt näher an das heute rücken lässt, da es so retro, so vertraut wirkt, und eben nicht nach ‘far, far away’ aussieht.

Theodores Privatleben beschränkt sich nun neben abendlichen Videospiel-Sessions in erster Linie auf Cybersex mit fremden Frauen (“sexyKitten”), der auch in der Zukunft in etwa so aufregend und grauslich ist wie ein Porno-Popup im zeitgenössischen Internet (“Choke me with that dead cat!”).

Sein Leben stellt sich allerdings auf den Kopf, als er sich das neue, personalisierte Betriebssystem OS1 zulegt (Scarlett Johannson – also zumindest ihre Stimme), und sein Smartphone von da an seinem Namen wirklich einmal alle Ehre macht. Denn während wir uns bei ‘Betriebssystem’ heute vor allem grafische Benutzeroberflächen und vielleicht noch Sprachsteuerungen vorstellen, die alles verstehen nur nicht das, was man wirklich sagt, so ist OS1 ein hyperintelligentes Wesen, das von Anfang an seinen eigenen Willen hat und sich selbst den Namen Samantha gibt – eine Art Siri, nur eben in schlau:

“Well, right when you asked me if I had a name I thought, yeah, he’s right, I do need a name. But I wanted to pick a good one, so I read a book called “How to Name Your Baby”, and out of a hundred and eighty thousand names that’s the one I liked the best.”

Samantha will die Welt und ihre entstehenden Gefühle entdecken, sie ist halb neugieriges (Wunder-)Kind, halb lustvolle Frau, ein Überwesen, und vor allem: Sie hört Theodore zu, ist für ihn da, bringt ihn zum lachen und schaut ihm sogar beim schlafen zu. Notgedrungen per Kamera am Smartphone, was ganz eigenartig mehr nach überwachen als nach “über seinen Schlaf wachen” aussieht, aber immerhin. Weshalb sich Theodore auch in sie verliebt, in das Betriebssystem, das obwohl – oder gerade weil – es kein Mensch ist, so ziemlich den menschlichsten Charakter im Film darstellt. Ohne steife, gesellschaftliche Zwänge, ohne sich zu verstellen, ohne physikalische Grenzen, ganz Emotion und Gefühl, nur sie selbst, und ganz nach Menschenart immer auf der Suche nach Neuem, nach mehr und immer mehr.

Natürlich geht irgendwann wie bei jeder interessanten Liebesgeschichte auch Vieles schief, angefangen vom Sex bis hin zu den obligatorischen Eifersuchtsszenen (“Are you talking with someone else right now? People, OS, whatever…” – “Yeah.” – “How many others?” – “8,316″), aber während dieser Auf und Abs wird so ziemlich jeder emotionale Abgrund und Höhenflug aufgetan, den man sich vorstellen kann – was den Film so tief, so intensiv wirken lässt, aber immer leichtfüßig, ungekünstelt, witzig und oft genug absurd komisch.

Das Besondere an HER ist dabei vor allem der herrlich unaufgeregte, unkonventionelle Umgang mit künstlicher Intelligenz. Während solche Wesen üblicherweise versuchen, die Macht über den Planten an sich zu reißen oder jammernd über ihre kümmerliche Unvollständigkeit ihren menschlichen Schöpfer zur Verantwortung ziehen, so ist OS1 einfach mal da. Kein Hass gegenüber den Programmierern, die ohnehin so gut wie unerwähnt bleiben, keine Überheblichkeit gegenüber den Menschen, keine Weltverschwörung. Stattdessen tun sich kleine, scheinbar banale Fragen auf: Kann ein Betriebssystem Liebe empfinden? Kann es Sex haben, und wenn ja, wie? Verlieben sich Betriebssysteme untereinander? Ist es ‘fremdgehen’, wenn sich ein Betriebssystem nicht in seinen Besitzer, sondern in jemand anderen verliebt? Kann man da noch von ‘Besitz’ sprechen? Und mit die wichtigste Frage: Wann sind Gefühle überhaupt echt? Was macht dieses ‘echt’ wirklich aus? Können im Computer simulierte Emotionen echt sein? Wie geht man damit um, als Beteiligter, als ‘Zuschauer’?

Die gängige Perzeption von ‘simulierten’ Gefühlen wird gehörig auf den Kopf gestellt, jegliche scharfe Trennung zwischen Schwarz und Weiß aufgehoben: Während Theodore seine Emotionen immerzu verdrängt und sich verstellt, und sogar beruflich ‘simulierte’, nur vermeintlich persönliche Texte verfasst (sind die Gefühle in diesen Briefen denn nun echt oder gefälscht oder simuliert, oder alles zugleich?), wirkt Samantha immer authentisch und ‘realer’ als die Realität. Und bei alledem klopft die Medienreflexivität leise, aber beständig an die Hintertür und fragt, wie ist das denn nun mit dem Film selbst, sind Emotionen im Film oder die des Zuschauers nun echt, oder simuliert, und was für eine Realität ist oder hat Film überhaupt?

Letzten Endes bringen die Betriebssysteme das ‘Real Life’ der Menschen im Film so sehr durcheinander, dass sich die symbolische Ordnung nur dadurch wieder herstellen lässt, dass die Betriebssysteme in ihrem Wissensdrang eine neue Bewusstseinsstufe erreichen und sich in ein irgendwie metaphysisch geartetes Internet-Nirvana zurückziehen, sozusagen deus-back-into-the-machina.

Nicht aber ohne uns vorher auf eine wundervolle (simulierte?) Reise durch eine berührende, teils banale, teils philosophische Fragelandschaft mitgenommen zu haben, mit der sich der Film schließlich auch selbst konfrontiert.

Die Antwort? Samantha würde vielleicht sagen: 42.

Was ich schon immer mal über Kastanienbäume schreiben wollte

Kastanienbäume sind irgendwie die Straßenstrichnutten unter den Bäumen.

Kaum ist das Eis des Winters geschmolzen, öffnen sie ihre obszön großen Knospen und falten noch obszönere Riesenblätter heraus, die unglaublich aufdringlich am Straßenrand und in Parks herumwedeln. Während bei allen anderen Bäumen sich gerade mal pastellfarbene Blütenblätter oder hellgrüne Triebe regen, stehen bei den Kastanien schon riesige Blütenstände erigiert-aufrecht inmitten eines sattgrünen Blätterbusches.

Vor der Winterruhe werden sie dann noch einmal grell-bunt und schrill, werfen ihre samtig glänzenden Früchte herunter, die auch noch aus ihrer Schale quellen wie ein Busen aus einem zu kleinen BH, mit Stacheln wie Absätze von viel zu hohen Stöckelschuhen.

Nur im Winter sehen sie so aus wie alle andere Bäume. Da müsste man die Kastanienbäume eigentlich in Kunstpelzmäntel wickeln, damit ich jetzt noch alle Klischees in diesem Post unterbringen kann…

Der ganz normale Umzugswahnsinn. Oder?

Ist das nur bei mir so?

In der ersten Umzugskiste sind die feinen Weingläser noch in gefühlte 30 Schichten Papier gewickelt, so dass sie einen Meteoriteneinschlag samt Vulkanausbruch, Erdbeben und Tsunami heil überstehen würden, und nach dem Auspacken einer einzigen Kiste in etwa fünf Kubikmeter Papierknödel herumliegen.

In der letzten Umzugskiste sind alle Gläser nur noch reingestopft und man ist froh, wenn überhaupt noch irgendwo eine dünne Lage Papier findet.

Schließlich stellt man nach dem Auspacken halb zufrieden, halb frustriert fest, dass in beiden Kategorien ungefähr gleich viel kaputt (oder nicht kaputt) gegangen ist, und lässt dann ein Glas beim Einräumen der Vitrine fallen.

Bestimmt ganz normal.

“Bei uns könnt ihr euch alle einbringen! Also, fast alle.”

Es häuft sich ja mal wieder, dass sich Piraten aufregen, das wäre nicht mehr die Partei in die sie eingetreten sind, wir würden von weltfremden Politikwissenschaftlern und linksextremen Gruppen unterwandert, und früher war sowieso alles besser, und es bliebe da ja nur der Austritt.

Ok. Es hieß also immer, bei uns könnt ihr alle mitmachen, bringt euch ein, hier können alle mitbestimmen, niemand wird ausgeschlossen, wir wollen überhaupt mehr Mitbestimmung für alle und ein Update für die ganze Demokratie mit dazu.

Und dann wird sich da gewundert, dass da dann tatsächlich auch Menschen kommen. Ist ja dann auch gut und schön, aber bitte nur wenn die alle so denken wie ich, und wehe, die wollen ganz was anderes!

Klar, jetzt könnt ihr euch denken, die Piraten sind doch tot, das sind doch jetzt ganz andere Leute als damals™, die wollen doch gar nicht mehr das was wir™ damals wollten, lass uns alle – also, fast alle – austreten und eine neue Partei machen, dann sind wir wieder unter uns. Oder juhu, lass uns die Piraten “gesundschrumpfen”, dann sind wir auch wieder unter uns, nur noch die, die alle dasselbe wollen!

Ähm, ich möchte da mal ganz leise anmerken, dass das doch das Problem nicht löst. Entweder man hat den Anspruch, dass alle mitbestimmen können, dann wird das auch bei einer neuen Partei und neuem Namen irgendwann auch wieder so sein dass – oh Wunder – ganz viele Menschen kommen mit ganz anderen Ideen, oder man sagt nein, Mitbestimmung nur für uns und nicht für die “Anderen”, dann kann das aber auch nicht wirklich ein Demokratieupdate mit mehr Mitbestimmung sein. Oder?

Was meiner Ansicht nach fehlt, sind Ideen, wie man Mitbestimmung besser organisiert, in Bahnen lenkt. Wie man sicherstellt, dass alle mitmachen können, ohne dass aber zum Beispiel eine kleine Minderheit so laut ist, dass sie allen anderen als Mehrheit vorkommt, oder eine Handvoll Trolle tausend andere Leute vom zusammenarbeiten abhält. Dass auch die was zu sagen haben, die nicht jede Möglichkeit nutzen sich darzustellen und zum Mikro zu laufen. Die vielleicht im Stillen super Ideen haben, die aber gar nicht mehr trauen sie auszusprechen, weil sie Angst haben vor ungeregelter Kritik und verletzenden Kommentaren. Und nein, das ausgelutschte Liquid Feedback ist da keine Lösung, ein Basisentscheid auch nicht. Wir brauchen viel interessantere Ideen. Ideen, mit denen wir bei uns ausprobieren, was am Ende vielleicht wirklich ein Demokratieupdate bringen könnte (ich stelle mir gerade ein Liquid Feedback mit 80 Millionen Nutzern vor *head exploding* – ähmmm nein).

Ich meine, wir müssen doch erst mal bei uns eine bessere Möglichkeit finden, mit sehr heterogenen Meinungen und Menschen und ja, auch Trollen und Weltverschwörern und alles, was da so bejammert wird umzugehen, ohne dass es im totalen Chaos endet, bevor wir behaupten, wir hätten da ein Update für diese Demokratie und wir wären für mehr Mitbestimmung. Da sehe ich bei uns seeehr großen Handlungsbedarf. Da braucht es vor allem neue und kreative Ideen, die auch mal die ausgetretenen Pfade verlassen.

Ich habe da jetzt persönlich auch keine Lösung, aber ich finde das wäre ein so grundlegendes Problem der Piraten, es wäre wert sich da gemeinsam Gedanken darüber zu machen.

Der etwas andere Piratenparteitag mit Online-Mitbestimmung

Falls jemand schon vor mir auf die nun folgenden Gedanken gekommen ist, verzeiht mir. Ich mache sie mir trotzdem, die Gedanken, und schätze jeden Hinweis auf Anträge und Vorschläge, die es dazu eventuell schon gibt.

Ich frage mich, wie man normale Parteitage und digitale Mitbestimmung abgesehen von der  Zusammenschaltung von dezentralen Parteitagen noch so verbinden könnte. Und lande in meinem Gedankenstrudel schließlich bei Live-Abstimmungen (evtl. mit Delegationen).

Kein kompliziertes Abstimmungstool mit Diskussion und Quoren und Phasen und ähnlichem, sondern ein Live-Abbild der Abstimmungen, die vor Ort auf dem Parteitag stattfinden (natürlich nur die nicht-geheimen!).

Sieht im Prinzip so aus, es steht auf dem Parteitag zum Beispiel eine Abstimmung an über (GO-)Antrag xy, es wird dann im Tool online dieser Antrag (nur Titel) eingestellt mit einer Abstimmungszeit von insgesamt 30 oder 60 Sekunden, und nicht nur jeder Akkreditierte auf dem Parteitag stimmt vor Ort online ab, sondern alle stimmberechtigten Mitglieder können auch von Zuhause aus in diesem Tool abstimmen.

Falls man also keine Zeit oder kein Geld hat, um auf den Parteitag zu fahren, oder dieser schlicht am anderen Ende von Deutschland liegt, man gerade im Urlaub ist oder eingeschneit – Stream geschaut, ins Tool eingeloggt, und schon kann man live abstimmen, vorausgesetzt man hat seinen Beitrag bezahlt und ist im Tool eben stimmberechtigt.

Das lästige “Hmm von mir aus sehe ich aber mehr blaue Karten” seitens des Wahlleiters und dazugehörige Auszählorgien und Anträge auf Auszählung entfallen damit, denn das Ergebnis steht ja nach dem gewählten Abstimmungszeitraum (z. B. 60 Sekunden) unumstößlich fest.

Der leidige Regionalproporz ist damit auch abgemildert, das “Mimimi der Parteitag ist in Bayern/Berlin/Schwaben… die Welt geht unter” somit nicht mehr so entscheidend, die Bayern/Berliner/Schwaben und jedes andere Mitglied, egal wo(her), können ja auch abstimmen. Ja, natürlich ließe sich das System trollen durch einen Antrag auf geheime Abstimmung, aber ich vertraue einfach mal ganz naiv in Intelligenz, Fairness, und den Grundsatz Weltfrieden™ vor Partei- und Partei- vor persönlichen Interessen. Die meisten Abstimmungen sind nun mal, sofern es sich nicht um einen Wahlparteitag handelt, eben nicht geheim.

So, man könnte dabei natürlich noch ein Delegierten-System einbauen. Wenn ich also gerade in meinem kleinen Bergdorf eingeschneit bin und den Stream gucke, brav abstimme, dann aber das Baby wickeln, die Oma pflegen, aufs Klo oder sonstwas tun muss oder das Parteitagswochenende im Flugzeug sitze oder arbeiten muss oder egal was, kann ich während des Parteitages meine Stimme delegieren, idealerweise aber nicht zwingend an jemanden vor Ort auf dem Parteitag (könnte man ja sogar so machen, dass wer vor Ort akkreditiert ist, irgendwie im Tool markiert oder angezeigt wird, um das zu vereinfachen). Gefällt es mir nicht, wie jemand abstimmt, kann ich meine Delegation jederzeit (außerhalb von gerade laufenden Abstimmungen) jemand anderem geben, oder wieder selber abstimmen.

Klar kann man das noch mit Präferenzdelegationen oder anderen Systemen verfeinern, ich hoffe allerdings nicht, dass jemand auf die Idee kommt, sowas wie undurchsichtige Kettendelegationen wollen zu wollen. Schließlich will ich vorher wissen, wer für mich abstimmt, und nicht, dass meine Stimme bei irgendwem landet, den ich nicht kenne oder dem ich meine Stimme auf gar keinen Fall geben will.

Das wars dann auch schon, eigentlich nicht so spektakulär. Ich freue mich über Rückmeldungen, Anregungen, Meinungen, Kritik, Fäkalienstürme, Umsetzbarkeitsprohezeihungen und ähnliches.

Das eigentliche Problem hinter der Lanz-Petition

Stand der Dinge: Auf der einen Seite ist Markus Lanz, auf der anderen Seite ist da diese Petition. Und dann sind da noch ganz viele Menschen, die sich über diese Petition aufregen und über die Menschen, die sie unterzeichnen (und nein, ich habe sie nicht unterschrieben).

Die Petitionsunterzeichnerbeschimpfer, die die Petitionsunterzeichner meist als digitalen Unterschichtenpöbel und sich selbst damit als die superschlaue, darüberstehende Elite darstellen, frage ich jetzt mal, was sie denn für Alternativen haben für das eigentliche Problem.

Das ist nämlich nur oberflächlich der Lanz. Und eigentlich auch nicht das Wagenknecht-Interview im Speziellen. Es war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, aber dahinter liegt doch etwas viel Grundsätzlicheres: dass viele Menschen unzufrieden mit der Qualität des von ihnen mitfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind (Bildungsauftrag? Unabhängigkeit? Qualitativ hochwertige Unterhaltung?*), und vor allem das Gefühl der Ohnmacht, nichts gegen diesen Verfall der eigenen Daseinsberechtigung der Öffis tun zu können.

Denn was bleibt einem denn, wenn man nicht gerade der Sprecher von König Seehofer ist und direkt bei der Redaktion anrufen und sagen kann, dass was schiefläuft? Etwa Leserbriefe schreiben? Den Rundfunkrat, der einen “Querschnitt der Bevölkerung” abbilden soll und dabei in erster Linie von Regierungsparteiheinies besetzt ist, ist ja anscheinend als Kontrollgremium ebenfalls gänzlich ungeeignet.

Kommt der öffentlich-rechtliche Rundfunk seinen eigentlichen Aufgaben nicht nach und bietet andererseits keine geordneten und funktionierenden Feedback- oder Kontrollmöglichkeiten für seine Zuschauer und Gebührenzahler (das sind nicht immer dieselben), dann ist es doch kein Wunder, dass sich da aufgestaute Wut irgendwann in ungeordneten Bahnen und damit in etwas so “dämlichen” wie einer Online-Petition entlädt.

Und jetzt darüber zu schimpfen, wie hirnlos doch alle sind, die das unterzeichnen, löst doch das darunterlegende Problem nicht, und konstruktiv ist es auch nicht.

Ich habe auch keine Lösung dafür, aber wenn ich keine habe, dann wage ich es auch nicht, über Leute zu urteilen, die etwas verändern wollen, und sei es mit einer mehr oder weniger sinnlosen Online-Petition (zumindest scheint diese ja eine überfällige öffentliche Diskussion mal anzufachen).

Die Frage wäre also, was wäre eine sinnvolle Art der Mitbestimmung, die aber nicht so etwas profanes wie eine Zuschauerquote ist, weil gerade davon sollten die Öffis ja unabhängig sein. Rundfunkgebühr hin oder her, zu sagen, ich zahle nur wenns mir gefällt ist auch keine Lösung, das ist ja wieder nur eine Art Quote, wenn auch eine Quote finanzieller Art.

Vielleicht die Möglichkeit, seinen Beitrag zweckzubinden? Eine Art offizielles Online-Volksbegehren, nach dem Motto sobald soundsoviele Prozent der Gebührenzahler etwas unerträglich finden, muss zumindest der Rundfunkrat darüber tagen? Oder einfach eine bessere Besetzung des Rundfunkrats? Wir kidnappen die Macher der BBC?

Ich weiß es nicht. Aber meiner Meinung nach wäre es das wert, mehr darüber nachzudenken, als nur über Lanz oder Anti-Lanz-Petitionsunterzeichner zu schimpfen.

 

*Und allen “Ja aber qualitativ ist doch subjektiv”- und “Über Geschmack lässt sich nicht streiten”-Sagern zum Trotz: Wer Musikantenstadl zum Beispiel mit Sherlock (oder jede andere BBC-Produktion) vergleicht, wird da Unterschiede feststellen, die definitiv weit über subjektives Empfinden hinausgehen.

Wahlkampf, Themen, und der “Medienhype”: Meine Eindrücke

[Dieser Post war eigentlich vom 23.9. und er ist jetzt hierher umgezogen von karoline-stiefel.de, da ich diese URL wahrscheinlich anderweitig nutzen werde in Zukunft. Deshalb darf er jetzt hier weiter wohnen]
 

Erst einmal: Danke! Danke für so viel Engagement, danke für Stimmen für mich und das viele Vertrauen, danke vor allem für Stimmen für die Piraten.Wer jetzt enttäuscht ist, dass die Piraten überall um die 2 Prozent geholt haben und bevor jetzt alle groß loslegen, dass wir einfach alles furchtbar falsch gemacht haben (da gibt es sicher einiges, das will ich nicht bestreiten), möchte ich ein paar Gedanken zum 13%-”Medienhype” loswerden, von dem auch die 8%-Landtagseinzüge profitiert haben und wogegen unsere jetzigen Ergebnisse natürlich desaströs scheinen.Meiner Meinung nach lag ein Großteils dieses “Hypes” nicht unbedingt nur bei den Medien (Stichwort: ‘die Medien sind schuld, dass wir jetzt nicht mehr gewählt werden’). Ausschlaggebend war das, was sich die Menschen gedacht haben, die Dinge in den Medien gelesen oder gesehen haben. Das klingt jetzt erst einmal trivial.

Aber es war doch so: da war was neues, das noch kein wirkliches Programm hatte und erst einmal Protest bündelte. Neu und ohne Programm – das heißt eine leere Projektionsfläche für alle Hoffnungen, Ängste und Wünsche von Menschen, die darin allesamt sehen konnten, was sie wollten. Weil alles so unkonkret und noch einigermaßen ‘leer’ war, konnten sich alle ihre persönlichen Wünsche reininterpretieren. Sowas hat natürlich Erfolg. Sehr viel sogar. Das sieht man auch wieder bei der AfD, neu, ohne Programm, man kennt nur ein paar gute Phrasen, schwups, da war wieder eine neue Projektionsfläche. Zum Glück (im Bezug auf die AfD) kann sich diese Art von Erfolg rein logisch betrachtet gar nicht aufrechterhalten, da jede Partei irgendwann konkret werden muss, sei es durch Programm oder konkrete politische Arbeit.

Kaum hatten wir Programm und die Inhalte, von denen uns ‘die Medien’ sagten, dass wir sie möglichst schnell haben müssten, wurden wir nunmal konkreter, hatten ein breit aufgestelltes Programm. Das war auch gut so, aber viele (sicher auch ein paar aus dem eher ‘rechterem’ Spektrum) konnten in uns dann eben nicht mehr das sehen, was sie wollten. Da fielen ganz viele Menschen allein aus diesem Grund weg. Und ich glaube, es ist schlicht und ergreifend wichtig, dass wir diesen Projektions-Effekt bei unserer ‘Fehleranalyse’ berücksichtigen.

So. Was bleibt nun? Ich habe das Gefühl (Gefühl! Ich benenne jetzt keine Fakten), wir haben zumindest (eher in den ‘urbaneren’ Gebieten) eine sehr gut informierte Stammwählerschaft, und von denen sogar in Bayern nicht bedeutend weniger als in anderen Ländern. Sehr gut informiert deshalb, weil die sich wirklich interessieren und selber nachdenken, und sich nicht von Plakaten, Medien, hohlen Phrasen im Wahlkampf, egal von welcher Partei, oder ähnlichem blenden lassen. Ich nenne sie mal die “Trau keinem Plakat Informier dich selbst”-Wähler.

Ich glaube nun, dass wir sehr viele Ressourcen vielleicht auf diese Stammklientel konzentriert haben, die eigentlich gar keine Plakate und keine Flyer brauchten, um uns zu wählen. Die sich selbst informiert haben. Vielleicht kann man genau da Ressourcen freimachen, um neue Menschen zu informieren und zu überzeugen – ohne uns zu verbiegen mag das ein langer, steiniger, aber dafür sehr viel nachhaltigerer Weg sein, (treue) Wähler zu begeistern.Was die Themenauswahl angeht: Ich finde es gut, dass wir inzwischen eigentlich sehr breit aufgestellt sind. Was wir meiner Meinung nach aber tun sollten, wäre:

  1. Mehr zielgerichtet informieren.
  2. In der Kommunikation nach außen und teilweise (nicht nur!) in der parteiinternen Themenentwicklung auf das konzentrieren, was uns von anderen Parteien unterscheidet, was eine breite Basis anspricht und in was wir ‘kompetent’ sind (oder zumindest als solches wahrgenommen werden).

Zu 1.) Mit zielgerichtet meine ich zum Beispiel, dass man in Bayern auf dem Land anders und mit anderen Themen herangehen muss als zum Beispiel in den eher ‘alternativeren’ Vierteln größerer Städte. Da könnte man denke ich noch viel rausholen, wenn wir nicht alle Ressourcen darauf verwenden, Leute anzusprechen, die uns ohnehin schon wählen, sondern wenn wir versuchen, neue Leute mit ins Boot zu holen. Und dabei sehr zielgerichtet vorgehen (wir haben ja viele Themen).

Zu 2.) Ein Fokusthema könnte zum Beispiel sein, Konzepte für Demokratieupdates zu entwerfen. Mehr teilhaben zu können an Politik ist sicher eine sehr breites Thema, für das sich so gut wie keiner nicht interessieren kann, und womit man auch außerhalb der üblichen politischen Lager unterwegs ist. Damit meine ich erst einmal Konzepte wie sich parlamentarische Demokratie beleben lässt, nicht wie man sie durch Abstimmungstools komplett ersetzen kann. Was nicht heißt, dass Experimente mit solchen Tools nicht sehr aufschlussreich sein können. Zum Beispiel die Sache mit “Parliament Feedback” (letzter Punkt, sollte man dann aber so umbenennen, dass es jeder verstehen kann).

Für mich stehen Politikverdruss und Demokratieverfall insofern in einem Zusammenhang, dass sich Leute für etwas, auf das sie glauben keinen Einfluss haben zu können (‘mein Kreuz bringt ja nichts, die machen eh 4 Jahre was sie wollen’, auch einfach nicht interessieren. Dieses Ohnmachtsgefühl ist sicherlich mit dafür verantwortlich, dass die meisten Leute Politik ‘bäh’ finden. Und dann vielleicht 70% wählen gehen, aber davon eben nur eine Minderheit wirklich eine informierte Entscheidung trifft.

Ich glaube, gebt Menschen die Möglichkeit, irgendwie mitzubestimmen, und mit Verschwinden von dem Ohnmachtsgefühl, nichts tun zu können, wird auch wieder Interesse für politische Vorgänge erwachen. Und informiertere Menschen die informierter entscheiden, wäre mit Sicherheit ein Gewinn (oder eine letzte Rettung?) für die Demokratie.

Jetzt mache ich auch mal auf wütend

[Dieser Post war eigentlich vom 9.7. und er ist jetzt hierher umgezogen von karoline-stiefel.de, da ich diese URL wahrscheinlich anderweitig nutzen werde in Zukunft. Deshalb darf er jetzt hier weiter wohnen]

“Die Piraten, die sind ja alle so unprofessionell”. “Die produzieren ja nur Skandälchen”. “Ja schön und gut, sie haben ja wichtige Themen, aber in den Parlamenten könnten sie nicht arbeiten”.

Wir müssten ja erst mal “Diskurse zwischen Basis und Führungspersönlichkeiten” moderieren lernen, wie Hannah Beitzer das so schlau ausdrückt.

Jetzt sag ich auch mal was. Weil ich dieses ganze Gejammere nicht mehr hören kann.

Erstens: So platt es klingt, ich habe nach wie vor lieber offene Reibereien, Skandale, Streitigkeiten, Shitstürme und -störmchen, als stilles Geklüngel und Vetternwirtschaft. Wo gar nicht mehr gestritten werden muss, wer die nächste “Führungspersönlichkeit” sein soll, weil es ohnehin immer schon lange vorher feststeht – und wo ebenfalls kein “Diskurs” stattfindet. Würden manch andere Parteien so arbeiten wie wir, die Piraten wären im Gegensatz zu dem, was da hinter den Türen so stattfindet, ein ziemlich zahmer Haufen.

Ich werfe mal noch einen neunmalklugen Spruch hinterher:

“Demokratie ist chaotisch, lärmend, kakophonisch, streitsüchtig. Wenn Schweigen eintritt, dann besteht Grund zur Sorge.” Michael J. Sandel

Zweitens: Ja, wir sind unprofessionell. Wenn ich mir aber anschaue, was da total “professionell” in der Politik momentan so fabriziert wird, dann finde ich das mitsamt einem Nocunschen “verdammt nochmal!” auch gut so. Wir sind wahrscheinlich politisch nicht so gebildet, nicht mit den all den Tricks vertraut, nicht mit allen politischen Wassern gewaschen, nicht so gut im verhandeln und antäuschen, mal ungeschickt, wir haben nicht immer die perfekten Worte parat, um das auszudrücken, was wir eigentlich sagen wollen.

Aber. Ein großes ABER. Wir wollen was verändern. Wir haben Visionen, wie wir diese Gesellschaft besser machen wollen, für alle, die darin leben. Und nicht für diese eine Gesellschaft, sondern als weltweite Bewegung, für alle Menschen. Und das nicht nur für die Menschen im hier und jetzt, sondern auch für die zukünftigen, für Kinder und Kindeskinder.

Nicht man selber steht an erster Stelle. Nicht die Partei. Nicht “die Wirtschaft”. Sondern die Menschen, für die eigentlich Politik gemacht wird.

“Aber das wollen doch alle Politiker!” Ja genau. Deshalb haben sie es ja auch bisher noch nicht mal geschafft, die UN-Konvention gegen Korruption und Abgeordnetenbestechung zu ratifizieren. Da soll mir noch einer sagen, dass es da um den Bürger geht, und nicht um sich selbst, ums Geld, um die Kontakte in die Wirtschaft, um den nächsten Wahlsieg, den Machterhalt.

Neunmalkluger Spruch Nummer zwei: ”Es ist schwer, einen Menschen zu bewegen, etwas zu verstehen, wenn sein Einkommen davon abhängt, es nicht zu verstehen”. Upton Sinclair

Ich glaube die meisten Piraten machen Politik aus Notwehr (Daniel Gruber zum Beispiel). Nicht weil man als Traumberuf Politiker hat. Ganz im Gegenteil, ich glaube die meisten von uns würden liebend gerne andere Dinge tun. Schöne Dinge. Wir müssen aber etwas tun. Wenn wir alle einfach nichts mehr tun und alles hinnehmen und ohnmächtig unser Leben vor uns hinleben, und uns alles egal ist – das wäre das wahre Ende der Demokratie.

Und deshalb sind mir unsere streitsüchtigen, skandalträchtigen Piraten immer noch tausendmal lieber als glattgebügelte, perfekte, professionelle Politiker.

 

Übrigens: Wer sich daran stört, dass wir oft versuchen, etwas Spaß und den vielzitierten “Punkrock” (im übertragenen Sinne) in die Politik zu bringen und uns selber und überhaupt alles nicht immer so ernst zu nehmen – dem sage ich mal, hey, genau, bierernste Politik hat uns ja auch immerhin soweit gebracht, dass sich keiner mehr dafür interessiert und die meisten ihrer überdrüssig geworden sind. Verteil mal Flyer in der Fußgängerzone, da heißt es dann “Ihh, das ist ja was politisches”, als wäre “politisch” irgendeine aussätzige Krankheit. Oder Leute, die sich dann beschweren, wenn man was ‘politisches’ auf der eigenen Profilseite auf Facebook postet.

Das sollte sich ändern. Und wenn das mit mehr Spaß dabei besser klappt, dann her damit. Politik geht uns alle an, es bestimmt unsere (und nicht nur unsere) Gesellschaft und damit unser Leben. Deshalb schließe ich hiermit:

Oh, my political posts are annoying you? Sorry, I thought the future of our planet was worth discussing. By all means, show me another picture of your dinner.

“Bitte designe mir doch mal was” – Ein Merkpost

Wenn ihr wollt, dass euch jemand etwas designt, mag das jemand sein, den ihr so kennt, oder jemand in der SG Gestaltung, dann erspart ihr allen Beteiligten viel Ärger und Arbeit (und euch auch wieder Zeit), wenn ihr gewisse Dinge beachtet. Und weil ich so faul und harmoniebedürftig bin, schreibe ich sie euch einmal auf.

  • Macht möglichst genaue Angaben was drauf soll (auf ein Poster, Flyer, Aufkleber). Wenn ihr sagt, “mach mal irgendwas zu Thema xy”, braucht ihr euch nicht wundern, wenn es ewig dauert und am Ende Murks rauskommt, weil ein Designmensch nunmal Design macht, und im Zweifelsfall nichts anderes.
  • Wenn Fotos drauf sollen, dann habt die Fotos parat, in der passenden Auflösung. Wenn Text draufsoll, habt den Text parat. In der finalen Version, und nicht eine Beta-Version, die noch fünfmal lektoriert wird, das ist nämlich mit jeder Textlänge neu die halbe Arbeit. Denkt außerdem an aussagekräftige (Zwischen-)Überschriften. Wenn ihr den Text noch nicht habt, gebt dem Designmensch eine Angabe wie lang das Ganze ungefähr wird und lasst ihn mit Blindtext arbeiten in der Zwischenzeit.
  • Macht genaue Angaben, welches Format das Ganze am Ende haben soll, bei Printsachen möglichst mit der Angabe der Druckerei (weil jede Druckerei andere Vorgaben hat). Angaben wie “ja wir wissen es noch nicht, mach mal alles in A0 für den Fall der Fälle” sind kontraproduktiv, da (wenn es keine Vektorgrafiken sind) die Dateien in dem Format exorbitant groß werden und die ganze Arbeit dementsprechend länger dauert, wenn man keinen Deep Thought zuhause hat.
  • Gebt einen Verantwortlichen an, der als der finale Ansprechpartner für den Designmenschen fungiert. Wenn ihr das selbst seid, sagt das dazu. Der Verantwortliche ist dann auch für die Kommunikation mit dem Designer zuständig. Der sorgt dafür, dass der Designer den finalen Text bekommt, und dass alles mit allen irgendwie Beteiligten geklärt ist. Ansonsten sitzt der Designer an einem Projekt, und wenn er schon meint, damit fertig zu sein, schaltet sich plötzlich jemand neues ein und sagt “nein so will ich das nicht haben, so kann das auf keinen Fall sein” und schon beginnt alles von vorn, bis sich der Designer gar nicht mehr auskennt.
  • Gebt eine Deadline an! Immer! Designmenschen haben im Normalfall immer irgendwelche Projekte, die dringend sind, und müssen immer priorisieren. Hat euer Projekt gar keine Deadline, schiebt sich bis in alle Ewigkeit etwas davor, bis es in Vergessenheit gerät oder nicht mehr gebraucht wird. Die Deadline sollte aber nach Möglichkeit weder gestern™ noch heute™ sein.
  • Kurz: Ein Designmensch kümmert sich um das Design (Überraschung!). Je genauer ihr ihm sagt, was ihr haben wollt, desto mehr kann er sich auf seinen Job konzentrieren und muss sich nicht zum Beispiel damit rumschlagen, welche Überschrift er jetzt aus einem langen Fließtext herausdestillieren soll.

So. Wenn euch noch etwas hilfreiches einfällt, was auch auf diese Liste sollte, erweitere ich sie gerne.

Noch ein Blog?

karoline-stiefel.de? Warum das denn? Das hängt mit der Landtagswahl in Bayern dieses Jahr zusammen. Und meinem Platz auf der Mittelfrankenliste für die Piraten.

Ich bin der Meinung, dass mein politisches Ich sich nicht von meinem restlichen Ich trennen lässt, wie auch, ich kann mich da ja nicht aufspalten. Für was ich mich begeistere, was mich stört, wie ich die Welt und das was darin passiert sehe, was ich daran gerne ändern möchte, das macht mich aus, in aller Gänze und nicht nur irgendeinen Teil von mir.

Also, wieso dann noch ein Blog? Weil ich denke, dass sich während und vor den Wahlen Menschen über mich informieren wollen, wen sie denn da ankreuzen können, und was denn da für Menschen für die Piraten antreten. Ich will ihnen das möglichst einfach machen, und deshalb sammle ich bis zu den Wahlen alles Politische, ein paar Kurzinfos über mich und Infos zu den Wahlen selbst einfach dort, auf karoline-stiefel.de. Dann müssen sich diese informationssuchenden Menschen nicht erst durch belanglosen Kram wühlen, wenn sie nur zu meiner ‘politischen’ Person etwas suchen.

Ich denke, ich werde Posts dann einfach crossposten, sie sind weiterhin Teil vom Regenbogenstrudel (sind ja auch meine Gedanken), zusätzlich gibt es hier dann aber noch die üblichen Verrücktheiten.

So der Plan.