Da ich mich nun einigermaßen damit abgefunden habe, dass ich mein Snowboard wohl zum Bücherregal umbauen kann, scheint die Sonne nun wieder ein klein wenig freundlicher. Ich kann immerhin noch selbst gehen (ohne Gehhilfen irgendwelcher Art), ich werde nicht daran sterben, und vielleicht findet die Medizin die nächsten zehn Jahre ja einen Weg, um Knorpel wieder wachsen zu lassen. Oder man kann mir gleich ein neues Bein annähen oder sowas. Und ansonsten bleibt ja auch noch das hier (ich danke meinem ewigen Sonnenschein für diesen grandiosen Vorschlag).

Außerdem zwingen uns solche Katastrophen oft einen neuen Weg auf, eine Umleitung, an die man vorher nie gedacht hat – und einen vielleicht an das eigentliche Ziel führen. An einen viel besseren Ort, als der ursprünglich geplante. Wie bei Jack Johnson (hier einen Dank an das Aufmunterungskommando im Transfer für diesen glücklichen Gedanken), der mit jungen Jahren schon astreiner Profi-Surfer war, und sich durch einen Unfall auf eine neue Berufung eingelassen hat:

Did your surfing accident change your perspective on what you wanted to do with your life?
I don’t think it necessarily did. I was out of the water for a few months because I had a lot of stitches and I lost my front teeth. That was when I started playing guitar a little more than just as kind of a side hobby. I started playing to fill in the time [that] I used to surf every day (…).

Habe ich schon erwähnt, dass ich angefangen habe, Gitarre zu spielen?

Zum Abschluss noch das Ergebnis des Frustfriseurbesuchs:

Endlich die langen Flunsen ab...

Wobei der Clou an der Frisur ist, dass sie an den Ohren wie ein kleiner Undercut geschnitten ist, also ganz ganz, ganz ganz kurz. Wenn ich dann die oberen Haare zurückbinde und noch ein, zwei Strähnen rauszupfe vorne, sieht das ein klein wenig aus wie Tank Girl. Hihi…

Ach ja, und ich dachte mich trifft der Schlag, als ich Lori Petty letztens bei drei Folgen von House M.D. entdeckt habe, als die an Huntington erkrankte Janice. Was mir aber auch erst bei der letzten der besagten drei Folgen aufgefallen ist. Aber immerhin.

Also, no surrender, weiterkämpfen. Umwege finden, neue Wege einschlagen, neue Ziele, neue Möglichkeiten. Den persönlichen Glückshorizont erweitern. Weiter gehts!

2 Responses to “Weiter gehts!”

  1. Hunter says:

    zumindest kannst du schon ein klein wenig drüber lachen, zeigt auf jeden fall der Link mit dem Gehstock von Dr. House.

  2. Nemmerle says:

    du brauchst nen neues hobby, dass du mit dem knie machen kannst…. rallye beifahrer kann ich empfehlen :D

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